Über uns

VOCE MEA, „durch meine Stimme“…

Die Entstehung

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Es war, wie ich dann und wann zu sagen pflege, eine schwere Geburt. Damit meine ich nicht die Namensuche, sondern das Entstehen eines neuen Chores in Graz-Süd, wo vor mir Prof. Helmut Gugerbauer glorreiche 27 Jahre den berühmten Grazer Madrigalchor für das Singen begeisterte. Die Zeiten waren vorbei, da man aus dem Viertel einen 60-köpfigen Oratorienchor zusammenrufen konnte. Auch ich musste das schmerzvoll erkennen.

Doch die Handvoll unverdrossener sangesfreudiger Menschen bekam über die Jahre Zuwachs und entwickelte sich zu einem derzeit 20 köpfigen Kammerchor.

Der Name

Lange haben wir nach einem passenden Namen für unseren Chor gesucht. Alle haben sich Gedanken gemacht, Dutzende von Vorschlägen wurden eingebracht und vorgestellt. Manche waren gut, manche witzig, scharfsinnig oder cool, andere wieder tiefsinnig, nobel, wissenschaftlich und fremdsprachig, wirklich alle Trends, doch keiner drückte aus, warum wir jeden Montag um 19.30 Uhr zum Singen zusammenkommen…

Bis eines Tages die Melodie kam. Irgendwo im Hinterkopf begleitete sie mich einige Zeit. Es folgte eine Stimme auf die Andere, jede für sich, jedoch alle miteinander verbunden… ja, ich kannte sie schon seit der Studienzeit! Voller Sehnsucht und Ungeduld holte ich die Partitur der Motette von Giovanni di Cruce. Plötzlich fing mich ein sanft überwältigender Klangfluss auf, wo der Sinn mit der Melodie verschmolzen zum Himmel stieg…VOCE MEA war geboren.

Heute

Heute kommen unsere begeisterten Sänger aus allen Ecken und Enden von Graz und Umgebung. Immerhin ist ja der freie Parkplatz vor der „Christus des Auferstandenen“-Kirche in Graz-Süd groß genug um alle unsere Autos aufzunehmen. Viele kommen aber auch in Fahrgemeinschaften, wo das Zusammensein schon vor der eigentlichen Chorprobe beginnt, oder ganz sportlich, mit dem Fahrrad.

Für viele junge Leute ist die noch immer moderne Kirche Graz-Süd, obwohl sie nur ein paar hundert Meter von der Straßenbahnhaltestelle Liebenauer Stadion entfernt, in gerader Richtung über die Eisenbahn liegt, ein Geheimtipp. Dort proben wir in aller Geborgenheit, dort waren vor Jahren unsere ersten Auftritte zu verzeichnen.

Was wir singen

Wir haben die Tradition übernommen, am Sonntag nach Ostern in der Kirche eine Orchestermesse zu singen, oder auch zu anderen festlichen Anlässen den Gottesdienst musikalisch mitzugestalten. Bisher erarbeiteten wir Messen von W.A. Mozart, M. Haydn, Leo Delibes, Franz Xaver Frenzel, Rihards Dubra und Arvo Pärt.

Für unsere Sommerkonzerte, unsere Weihnachtskonzerte und die alljährlichen Auftritte im Mai zu Ehren der Gottesmutter haben wir neben der heimischen Chorliteratur Werke aus unseren Nachbarländern einstudiert und auch in umliegenden Kirchen zu Gehör gebracht.

Ob Volkslied, Motette, Rock- und Poparrangement, oder der Liederzyklus aus „Jesus Christ Superstar“, unser Großprojekt „Missa Gaia“ von Paul Winter oder die geplante junge Baltische Musik  - wir sind dankbar und voll Zuversicht.

“Durch meine Stimme rufe ich zu Gott, und ich wurde erhört.“
WIR werden – das glaube ich wirklich.

MMag. Ilze Kroja-Holzer

 

Lesen Sie auch über "Voce Mea - Verein zur Förderung von Musikprojekten", die von den Chormitgliedern gegründete Organisation zur Finanzierung unserer Musikprojekte.

Unsere Chorleiterin